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Smart City Solutions News

Sensorik als Grundlage evidenzbasierter Stadtentwicklung: Wofür brauchen Städte und Gemeinden Sensordaten?

Kommunen stehen heute unter erheblichem Handlungsdruck: Klimaanpassung, Mobilitätswende, Flächenkonflikte, demografischer Wandel und begrenzte Ressourcen verlangen fundierte, nachvollziehbare Entscheidungen. Doch wie lassen sich Maßnahmen gezielt priorisieren, wenn verlässliche Daten fehlen?

 

Auf dem IoT-Forum 2026 in Ravensburg widmete sich Niels Jüngling, Sprecher Strategische Transformation und Produktentwicklung bei der DSK GmbH, genau dieser Frage. Unter dem Titel „Sensorik als Grundlage evidenzbasierter Stadtentwicklung“ zeigte er, wie Sensordaten lokale Zustände messbar machen und die Grundlage für wirkungsbasierte Planung schaffen.

 

Im Fokus standen unter anderem:

  • Stadtklima und Hitze: Erkennen von Hitzeinseln, Priorisierung von Entsiegelung, Verschattung und Begrünung
  • Starkregen und Überflutung: Früherkennung kritischer Situationen und Dimensionierung von Schwammstadt-Maßnahmen
  • Luftqualität und Lärm: Grundlage für Luftreinhalte- und Lärmschutzmaßnahmen sowie gesundheitsbezogene Standortplanung
  • Mobilität und Verkehr: Datenbasierte Grundlagen für Mobilitätskonzepte und Nachweis von Maßnahmenwirkungen
  • Gebäude und Energie: Betriebsoptimierung kommunaler Gebäude, Lastmanagement und kommunale Wärmeplanung
  • Digitale Fachzwillinge: Praxisbeispiele aus Bad Frankenhausen, Lüneburg und weiteren Kommunen

 

Ein zentrales Fazit des Vortrags: Sensorik ist keine Gadget-Sammlung. Sie wird erst wertvoll, wenn sie bessere Entscheidungen ermöglicht. Entscheidend ist dabei die Verbindung mit Fachplanung, Szenarien und konkreten Maßnahmen. Gute Sensorikprojekte beginnen mit der Fragestellung, nicht mit der Technikbeschaffung.

 

Für Kommunen, Stadtwerke und Infrastrukturbetreiber stellt sich dabei eine zentrale Frage: Wie lassen sich vorhandene und neue Sensordaten so einsetzen, dass sie politische Prioritäten stützbar machen, Wirkungen von Maßnahmen nachweisbar werden und Ressourcen gezielt dort eingesetzt werden, wo die größte Wirkung zu erwarten ist?

 

Vielen Dank an Niels Jüngling und die DSK GmbH für die praxisnahen Einblicke und den fachlichen Austausch auf dem IoT-Forum 2026.