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Smart City Solutions News

Mieterstrom über Bande: Wie Stadtwerk am See Komplexität in der Praxis löst

Beim IoT-Forum 2026 in Ravensburg zeigte Markus Keller von Stadtwerk am See, wie sich Mieterstrom, Heiz- und Betriebskostenabrechnung und Photovoltaik clever zusammenführen lassen, ganz ohne separate Insellösungen.

Die Idee dahinter: Strom aus Wärmepumpe und Allgemeinanlagen wird über die bestehende Heiz- und Nebenkostenabrechnung (HeiNeKo) an Mieter vermarktet. Grundlage ist ein detailliertes Messkonzept nach §14a EnWG mit Kaskadenschaltung und steuerbaren Verbrauchseinrichtungen.

Zentrale Bausteine der Umsetzung:

  • LoRaWAN-Ausstattung mit Outdoor- und Indoor-Gateways, Hutschienenzählern für Untermessungen und Optoköpfen für Übergabemessungen
  • Datenintegration über Zähler von Niotix, Berechnung direkt in einer eigenen Auswertungsapp
  • Automatisierte Abrechnung, inklusive Verbrauchsdiagrammen und Kostenübersicht je Liegenschaft

 

In einer Live-Demo führte Markus Keller den kompletten Weg von der Zählerabfrage bis zum fertigen Mieterstrom-Beleg vor, inklusive Eigenbelegen für PV-Strom an Wärmepumpe und Allgemeinstrom.

 

Ein zusätzlicher Blick richtete sich auf negative Börsenpreise: Im Netzgebiet Friedrichshafen reagieren bereits 13 Prozent der Anlagen über 100 kWp auf negative Preise, mit steigender Tendenz seit 2024. Das unterstreicht, wie eng Mieterstrom-Modelle künftig mit dynamischen Marktsignalen verzahnt sein müssen.

 

Der Ausblick: Ein vereinfachtes „FairMieterstrom“-Modell für Mieter ganz ohne bürokratischen Aufwand, sowie die Weiterentwicklung Richtung Gebäudegemeinschaftsversorgung (GGV) mit Einbindung weiterer Medien wie Wärme und Wasser.

 

Ein praxisnahes Beispiel dafür, wie Stadtwerke komplexe regulatorische Anforderungen in skalierbare, digitale Prozesse übersetzen, und ein gutes Gesprächsthema beim IoT-Forum 2026 in Ravensburg.